Kalibrierung

Die Kalibrierung bestimmt im entscheidenden Mass über die Güte der absoluten Schichtdickenmessung. Zwei Themen werden nachfolgend behandelt, die Probenerstellung und die Referenzierung. Mit der Kalibrierung wird ein direkten Zusammenhang zwischen dem Messsignal und der tatsächlichen Schichtdicke erzeugt. Dazu wird die Schichtdicke meistens mit Referenz-Messgeräten ermittelt oder es werden bekannte Referenzproben benutzt. Die Kalibrierung erfolgt, indem man Schichten aufträgt die sowohl mit dem PaintChecker als auch mit dem Referenzmessgerät vermessen werden. Die Kalibriersoftware unterstützt dabei den Anwender und errechnet daraus die Kalibrierfunktion. Die beste Kalibriergenauigkeit wird erreicht, wenn ein keilförmiger bzw. mehrstufiger Schichtdickenaufbau erzeugt werden kann und eine Mehrpunktkalibrierung durchgeführt wird.

Probenerstellung

Die Kalibrierproben müssen unter grösster Sorgfalt erstellt werden und sollten den Schichtdickenbereich überdecken in dem später gemessen werden soll. Die Probebleche sollten einen glatten Untergrund und bei Mehrschichtsystemen eine gleichmässigen Grundaufbau besitzen. Zur Kontrolle kann mit einem Referenzmessgerät die Gleichmässigkeit des Grundaufbaus überprüft werden. Eine geringe Standardabweichung deutet auf gleichmässige Beschichtung hin. Die eigentliche Kalibrierschichtdicke sollte idealerweise mit dem gleichen Beschichtungsvorgang wie unter Produktionsbedingungen erstellt werden, um bestmögliche Kalibrierproben zu erhalten. Damit ist gewährleistet, dass die selben Bedingungen vorliegen wie im Produktionseinsatz. In Ausnahmefällen sind auch andere Verfahren zur Herstellung der Proben möglich. Wir sind Ihnen gern behilflich bei der Erstellung Ihrer Kalibrierproben.

Referenzierung

Die Referenzierung stellt über ein alternatives Messverfahren -meist Wirbelstrommesstechnik- einen direkten Bezug zur tatsächlichen Schichtdicke her. Dabei werden konventionelle Messgeräte benutzt, die ebenfalls eine Messungenauigkeit besitzen. Die Messgenauigkeit des Referenzmessgerätes hat entscheidenden Einfluss auf das Kalibrierergebnis. Es kann keine bessere Messgenauigkeit erzielt werden, als die des Referenzmessgerätes. Daher sollte das Referenzmessgerät eine ausreichende Messgenauigkeit mitbringen und vor jeder Messung selbst kalibriert werden. Die Standardabweichung ist ein gutes Mass zur Beurteilung der Probenqualität. Oftmals werden nichtmetallische Substrate eingesetzt auf denen die Wirbelstrommessgeräte nicht arbeiten können. Dann muss mit Hilfe von speziell präparierten Proben gearbeitet werden, bei denen Metallplättchen aufgebracht werden. Alternativ kann auch ein anderes Messverfahren eingesetzt werden. In kritischen Fällen behilft man sich mit zerstörenden Messverfahren wie der Querschlifftechnik, die aber ausschliesslich in Fachlabors durchgeführt werden sollten.

Für Unternehmen, die keine zusätzliche Referenzmesstechnik einsetzen wollen, kann die Erstellung von Kalibriernormalen als Dienstleistung angeboten werden. Mit den Kalibriernormalen kann eine Kalibrierung auch ohne Referenzmessgerät durchgeführt werden. Man kann dann aber keine andere Lack- Untergrund- Kombination vermessen als die des Kalibriernormals.

Mit speziellen vom PTB zertifizierten Referenzproben kann ein Nachweis der Messmittelfähigkeit geführt werden.