Photothermisches Messverfahren
Beim gepulst photothermischen
Messverfahren
wird ein kurzer Laserimpuls auf den Lack ausgesendet der die
Lackschicht erwärmt. Die kurzwellige
Laserstrahlung wird beim Auftreffen auf den Lack in langwellige
Strahlung,
die sogenannte Wärmestrahlung umgewandelt. Die Temperatur breitet sich dann
langsam von der Oberfläche in tiefere Lackregionen aus, bis sie
das Substrat erreicht. Solange Energie über den Laserimpuls
zugeführt wird erfolgt eine Temperaturerhöhung. Nach dem Stop
der Energiezufuhr wird
die Temperatur des Lackes durch die schnelle Wärmeableitung
über
das Substrat abgebaut. Die Empfangsoptik registriert
den zeitlichen
Verlauf der Temperaturänderungen an der Lackoberfläche. Eine
Auswerteeinheit
errechnet daraus die Schichtdicke. Sinngemäss lassen sich
dünnere
Lackschichten mit dem Laser schneller aufheizen als dickere. Der
zeitliche
Verlauf dient als Mass für die Schichtdicke. Das Messverfahren
hängt
massgeblich davon ab, dass der Lack und das Substrat unterschiedliche
Wärmeausbreitungskoeffizienten
besitzen.
Abb.1:
Prinzip Photothermisches Messverfahren